Photoautomat Berlin

Vollständiger Projekttitel
„Photoautomat Berlin“

Projektbetreuerin
Ria Tiemeyer

Projektteilnehmer
Franziska Draeger & Mathias Schadewald

Lehrveranstaltung
Projekt Produkterstellung SoSe 2021

Aufgabenstellung
Ziel unseres Projekts war es, ein außergewöhnliches und handgebundenes Fotobuch zu erstellen, das durch sein Konzept und Design heraussticht. Inhaltlich vergleicht es analoge und digitale Fotografie miteinander und thematisiert dabei die einzigartigen Fotoautomaten Berlins.

Projektbeschreibung
Die Besonderheit dieses Buches besteht darin, dass es zwei Bücher mit einer Art Scharnier zusammenfasst und es somit ermöglicht, diese vergleichend parallel zu blättern, oder aber auch unabhängig voneinander. Der obere Teil enthält analoge Fotografien, die eine Totale der in Berlin öffentlich zugänglichen Fotoautomaten zeigen, sowie deren Bezeichnung und eine stilisierte Standortkarte. Im unteren Teil befinden sich die zugehörigen digitalen Detailaufnahmen der Automaten.

Jeder Fotoautomat erzählt seine eigene Geschichte, gezeichnet durch unzählige Kratzer neben dem Münzeinwurf, Graffitis, Sticker und allerlei andere Spuren, hinterlassen von Menschen, die eine Erinnerung in Form von vier kleinen Fotos auf einem 4 x 20 cm großen Streifen Papier festhalten wollten. Sie sind aus dem Berliner Nachtleben und der Partykultur der Hauptstadt nicht mehr wegzudenken und boten uns zahlreiche interessante Motive für unser Buch.

Die abgebildeten Straßenzüge mit den jeweiligen Standorten der Automaten wurden in generativer Gestaltung mittels „StippleGen2“ erstellt und bestehen aus kleinen Punkten, angelehnt an die typische im analogen Film befindliche Körnung von Silbersalzen.

Gedruckt haben wir die Bücher im Drucklabor der Beuth Hochschule. Für das Buchbinden und alle weiteren Fertigungsschritte durften wir die Räumlichkeiten und Geräte des Ateliers Tiemeyer nutzen. Zunächst mussten die Buchdeckel bezogen und das Scharnier aus dem Einbandgewebe hergestellt werden. Anschließend haben wie die bedruckten Bögen gefalzt und als Rückstichheftung miteinander vernäht. Die entstandenen Buchblöcke mussten nun noch beschnitten und mit den Einbänden verbunden werden. Für das Cover haben wir den Schriftzug „Photoautomat Berlin“ mittels Heißfolienprägung auf Schilder aus weißem Karton aufgebracht und diese auf eine zuvor erstellte Vertiefung im vorderen Deckel des Buches geklebt.