Phillipp Mattis

Phillipp Mattis – Database Publishing in der Praxis

Kurzbeschreibung:

Der technologische Fortschritt, der in allen Bereichen der Druckindustrie Einzug hält, verän- dert auch den der digitalen Druckvorstufe. Neben technischen Neuerungen die Hardware betreffend, bringen Softwarehersteller in immer kürzer werdenden Zyklen ihre Programme mit neuen und verbesserten Funktionen, Schnittstellen und erweiterten Einsatzgebieten auf den Markt. Dabei geht es hauptsächlich um die Optimierung und das Zusammenlegen von Arbeitsabläufen mit dem Ziel, diese effizienter zu gestalten, um Zeit und Kosten einzusparen.
In den letzten Jahren haben sich viele unterschiedliche Arten des Database Publishing entwickelt. Zahlreiche Softwarehersteller bieten Database Publishing Tools, Programme und serverbasierte Publishing Systeme für einen möglichst vollautomatisierten Workflow an. Dennoch gibt es in der Literatur nach wie vor nur sehr wenige Bücher und Berichte, die zu diesem Thema aktuelle Informationen liefern. Die Unübersichtlichkeit des Marktes erschwert es zusätzlich, „die richtigen Systeme und Anbieter für systemgestützte Kommunikations- und Publishing-Lösungen zu finden.“ Zu erwähnen ist außerdem, dass diese Systeme in ihrer Anschaffung sehr teuer sind; ihr Aufbau ist darüber hinaus ziemlich komplex. Beides setzt hohe Investitionen seitens der Unternehmen und geschultes Personal voraus.
Genau hier setzt diese Arbeit an: durch die Verwendung von möglichst allgemein genutzter Standard-Software soll einerseits ein hoher Kostenaufwand vermieden sowie andererseits eine möglichst einfache Handhabung erreicht werden. Am praktischen Beispiel einer voll- bzw. halbautomatischen Produktion eines Kataloges soll herausgefunden werden, ob dieser Ansatz, der den Einsatz zusätzlicher PlugIns ausschließt, ein zufriedenstellendes Ergebnis im Vergleich von Aufwand und Nutzen liefert.
Hauptbestandteil dieser Arbeit ist die Produktion eines Kataloges für die Ostdeutsche Kunstauktionen (im Folgenden ‚OKA‘), ein kleines Unternehmen mit Sitz in Berlin Friedrichshain. Die OKA veranstaltet zweimal im Jahr eine Auktion, zu der jeweils ein gedruckter Katalog herausgegeben wird. Er dient interessierten Käufern dazu, sich im Vorfeld einen Überblick über die zu versteigernden Kunstobjekte zu verschaffen. An das Erscheinungsbild dieses bereits bestehenden Kataloges möglichst nahe heranzukommen ist eines der Ziele von der vorliegenden Arbeit. Allerdings soll dabei, im Gegen- satz zur bisherigen manuellen Katalogerstellung, nun ein selbständig entwickelter, wenn möglich vollautomatischer Workflow umgesetzt werden.
Hierzu wird die bereits bei den OKA vorhandene Software, das Datenbankmanagementsystem (DBMS) FileMaker und das Layoutprogramm InDesign CS3 von Adobe Systems, eingesetzt, da teure Lösungsansätze wie z. B. der Einsatz eines PlugIns eines Drittherstellers von vornherein ausgeschlossen sind.
Neben diesem Ziel der Kosteneinsparung soll die neue Herangehensweise gegenüber der manuellen Erstellung vor allem Zeit im Ablauf der Produktion einsparen. Da der Katalog bereits mehrmals erschienen ist, können die schon vorliegenden Informationen bezüglich des Zeitaufwands ohne eine Automatisierung als Vergleichswert herangezogen werden.