8. August 2015

Berufsbild

Die Druck- und Medientechnik unterliegt einem rasanten technologischen Wandel. Das Informationsangebot in den digitalen Medien (Nonprint-Medien) steht heute gleichrangig neben den gedruckten Informationen (Print-Medien). Das Studium der Druck- und Medientechnik in Berlin ermöglicht eine Qualifizierung sowohl in Print- als auch in Nonprint-Medien und eine hohe Wahlfreiheit für Spezialisierungen. Denn: Die Herstellung von Druckerzeugnissen wurde bereits durch die Digitalisierung aller Arbeitsprozesse der Druckvorstufe in computergesteuerte Verfahren geändert. Auch im Druck selbst und in der Weiterverarbeitung werden zunehmend digitale Daten zur Maschinensteuerung verwendet. Vormals spezialisierte Berufsbilder sind als eigenständige Arbeits- und Produktionsprozesse nicht mehr unmittelbar erkennbar. Die Entwicklung der modernen Kommunikationstechnologien ermöglicht den Zugriff auf Netze und Onlinedienste über PC, Smartphones und Tablets, und standardisierbare Marketingmaterialien können über E-Commerce-Portale bei Online-Druckereien bestellt werden.

Die Absolventinnen und Absolventen sind mit den technischen und gestalterischen Grundlagen der Print- und Nonprintmedien bestens vertraut und beherrschen sowohl die betriebswirtschaftlichen Bedingungen multimedialer interaktiver Online-Produktionsprozesse als auch drucktechnischer Produktionsprozesse. Mit dem Abschluss Bachelor Druck- und Medientechnik finden sie ein vielfältiges Arbeitsgebiet im Marketing und in der Unternehmenskommunikation von Unternehmen aller Branchen, und speziell in Mediendienstleistungsunternehmen (Agenturen, Verlage, Druckereien).

Verbleibsstudie der Absolventen des Diplom-, Bachelor- und Masterstudiums der Druck- und Medientechnik

Der Studiengang existiert seit 1995/96 und hat ca. 650 Absolventen. Die letzte Alumnistudie auf Basis der DMT-Xing-Alumnigruppe (n=245) ergab die folgenden Verbleibsbranchen (vgl. zur Vorgehensweise König, Anne (2015): Mehr Lust als Frust: Alumniarbeit unter Nutzung sozialer Netzwerke. In: Die Neue Hochschule 03/2015, S. 90-93):

Verbleibsstudie-Absolventen-Druck-und-Medientechnik-Berlin

Der Außenring der Abbildung besagt, dass 93 Prozent aller berufstätigen Absolventinnen und Absolventen, in deren Xing-Profil ihre derzeitige Tätigkeit erkennbar war (n=219),  in den Zielbranchen des Studiengangs tätig sind. Der Innenring zeigt die Verteilung in diesen Zielbranchen: Die „Top 5” machen 75 Prozent der Beschäftigungsfelder aus: Marketingabteilungen der werbetreibenden Unternehmen, Tätigkeiten in Druckereien und Werbeagenturen, freiberufliche Tätigkeit und Tätigkeiten in Verlagen.

Die Studie hat auch ergeben, dass 77 Prozent der Absolventen in Berlin geblieben sind. Das ist im Vergleich zur hochschulweiten
Erhebung der Beuth Hochschule, die 71 Prozent ergab, ein vergleichsweise hoher Anteil und könnte damit zusammen hängen, dass Berlin als
Medienstadt einen relativ hohen Bedarf an Arbeitskräften mit breiten technischen Medienkompetenzen hat.

In 218 der untersuchten 245 Xing-Profile war auch die berufliche Position erkennbar. Demnach sind 82 Prozent Angestellte
oder Beamte, 14 Prozent Einzelunternehmer und vier Prozent Firmeninhaber oder Geschäftsführer. Addiert man die Angestellten mit
Führungspositionen, die Geschäftsführer und die Inhaber in Betrieben mit mehr als zwei Beschäftigten, so haben 26 Prozent Leitungsfunktionen.